Siegfried Lautsch,  Grundzüge des operativen Denkens in der NATO. Ein zeitgeschichtlicher Rückblick auf die 1980er Jahre

Siegfried Lautsch, Grundzüge des operativen Denkens in der NATO. Ein zeitgeschichtlicher Rückblick auf die 1980er Jahre. Mit einem Geleitwort von   General a.D. Dr. h.c. Helge Hansen. Berlin 2017,  252 Seiten, Paperback ISBN 978-3-945861-58-5, 24,80 Euro.

 

Die Studie vermittelt Grundlagen des operativen Denkens in der NATO. In allgemeinverständlicher Form werden ausgewählte Grundsätze in ihren strategischen und sicherheitspolitischen Sachbezügen dargestellt.

 

Die sorgfältige Analyse stützt sich auf die US-Heeresdienstvorschrift Einsatzgrundsätze der US-Army (FM 100-5) und auf die Heeresdienstvorschrift Truppenführung der Bundeswehr (HDv 100/100), die in den 1980er Jahren herausgegeben wurden. Dabei werden die Grundsätze weder beschrieben noch nacherzählt. Vielfach wird der Vergleich zu Grundsätzen der Sowjetarmee und der NVA hergestellt. 

 

Der Autor richtet die Aufmerksamkeit des Lesers auf Schlüsselgedanken des operativen Denkens. Grafiken und Abbildungen dienen zur Erläuterung wesentlicher Sachverhalte. Aufgrund des systematischen Aufbaus und der Klarheit der Grundsätze eignet sich dieses Buch als Kompendium.

 

Aus dem Geleitwort:

Es ist ein besonderes Verdienst von Siegfried Lautsch, durch seine Untersuchung das reiche Quellenmaterial ans Tageslicht gefördert zu haben. Sie ermöglichen Einsichten in das operative Denken und regen vor allem Truppenführer und Führungsgehilfen zum Nachdenken über das Tagesgeschäft hinaus an.

 

Siegfried Lautsch, Jg. 1949, Oberst a.D., ist Absolvent der Frunse-Akademie, Diplom-Militärwissenschaftler und Übersetzer, diente in der Nationalen Volksarmee und Bundeswehr. Zudem war er Rüstungskontrollstabsoffizier und Militärbeobachter im Auftrag der OSZE. Sein letztes Buch heißt: Kriegsschauplatz Deutschland. Erfahrungen und Erkenntnisse eines NVA-Offiziers (2013).

Eckhard Lisec: Der Völkermord an den Armeniern im 1. Weltkrieg - Deutsche Offiziere beteiligt?

Eckhard Lisec: Der Völkermord an den Armeniern im 1. Weltkrieg – Deutsche Offiziere beteiligt?, Berlin 2017, ISBN 978-3-945861-54-7, Paperback, 228 Seiten, 19,80€

 

ISBN 978-3-945861-54-7, Paperback, 228 Seiten, 19,80€

 

 

Im vorliegenden Buch untersucht Lisec als pensionierter Offizier das Verhalten bzw. die Beteiligung deutscher Offiziere im Rahmen des Völkermords an den Armeniern im 1. Weltkrieg und bezieht dabei auch Ereignisse vor und nach diesem Krieg mit ein. Im Kern  geht es dem Autor um Grenzen des soldatischen Gehorsams, einerseits gegenüber dem eigenen Dienstherrn, andererseits gegenüber Vorgesetzten beim Dienste in einer fremden Armee  oder  einer Koalitionsarmee mit überwiegend osmanisch-deutschen Anteilen. Es stellte sich damit das Problem „Diener zweier Herren“zu sein.

 

Während noch zur Zeit von Moltke 1839 seine Berichte über Grausamkeiten und Teilnahme in einem Bürgerkrieg im Osmanischen Reich in der deutschen Bevölkerung keine Reaktionen hervorriefen, änderte sich dies vor und nach der Jahrhundertwende  bei Ausschreitungen unter dem Sultan Abdülhamid II  bzw. nachfolgend unter den Jungtürken gegenüber der eigenen Bevölkerung, speziell den Armeniern. Seitdem wurde die Weltöffentlichkeit zunehmend sensibilisiert, wie das heutige Beispiel Syrien zeigt.

 

Lisec hat, bei leider lückenhafter Dokumentenlage, langjährige Recherchen in vier Sprachen getätigt. Gegenüber den spärlichen bisherigen Veröffentlichungen zu dem eingegrenzten Thema hat Lisec den betrachteten Personenkreis ‒ soweit möglich ‒ erweitert, einige Irrtümer richtig gestellt, die militärische Spitzen-gliederung in Istanbul ergänzt und die damit verbundenen Kompetenzen der Befehlsgebung erläutert.

Das Verhalten jedes Offiziers ist gesondert zu betrachten, daher verzichtet Lisec auf eine zusammenfassende Bewertung, die Licht und Schatten beinhalten würde. Er überlässt diese dem Leser.

 

 

 

Eberhard Korthaus: Heldinnen der Befreiungskriege gegen Napoleon

Eberhard Korthaus: Heldinnen der Befreiungskriege gegen Napoleon - Ein historischer Roman über Eleonore Prochaske, Friederike Krüger und Johanna Stegen sowie Ihre Förderer Ludwig von Borstell und Friedrich Ludwig Jahn.

 

Berlin 2017, ISBN 978-3-945861-52-3, Paperback, 148 Seiten, 19,80€

 

 

Dieses Buch erzählt über den Mut deutscher Bürger zur Zeit der napoleonischen Freiheitskriege. Damals litten die Menschen unter der französischen Besatzung. Erstmals ergriffen einfache Bürger die Initiative und kämpften an der Seite des Militärs, um ihren Wunsch nach Freiheit, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit zu verwirklichen.

 

Der Autor stellt einen guten Teil deutscher Geschichte dar, der in der heutigen Zeit nur wenig Beachtung findet und doch wichtige Wurzeln im freiheitlichen und demokratischen Denken der Deutschen gebildet hat.

 

Das Einzigartige dieses Buches besteht darin, dass dieses geschichtliche Ereignis anhand des Wirkens vor allem von Frauen erzählt wird. Mit Eleonore Prochaska, Friederike Krüger und Johanna Stegen greift der Autor stellvertretend drei Frauen heraus, die in den Befreiungskriegen heldenhaft gehandelt haben. Sie haben damit den Weg für ein selbstbestimmtes, freiheitlicheres Leben der Frauen zukünftiger Generationen geebnet. Ihre Denkmäler sind noch heute an verschiedenen Orten Deutschlands zu finden.

 

Der Autor lässt den Leser an der Breite und Vielfalt des Ablaufes der Geschehnisse der napoleonischen Fremdherrschaft sowie am Kampf der Befreier und der Söldnerheere teilnehmen. Darüberhinaus fügt er die Taten der Heldinnen in gesellschaftliche Entwicklungen ein, wobei er sich einiger prominenter Personen der Zeitgeschichte wie der Gräfin Elisa von Ahlefeldt, des Turnvaters Jahn, des Generals Ludwig von Borstell sowie des Majors von Reiche bedient.

 

 

 

Eberhard Birk, „Auf Euch ruht das Heil meines theuern Württemberg!“ Das Gefecht bei Tauberbischofsheim am 24. Juli 1866 im Spiegel der württembergischen Heeresgeschichte des 19. Jahrhunderts

Eberhard Birk, „Auf Euch ruht das Heil meines theuern Württemberg!“ Das Gefecht bei Tauberbischofsheim am 24. Juli 1866 im Spiegel der württembergischen Heeresgeschichte des 19. Jahrhunderts, Berlin 2016.

 

ISBN 978-3-945861-31-8, Paperback, 136 Seiten, 16,80€

Die deutsche Militärgeschichtsschreibung wird im Hinblick auf das 19. Jahrhundert nach wie vor stark durch eine Preußenzentrierung geprägt. Dies gilt auch für den „Deutschen Bruderkrieg“ von 1866, der meist verkürzt wird auf die Auseinandersetzung zwischen Preußen und Österreich, die letztlich in der Schlacht bei Königgrätz am 3. Juli 1866 kulminierte.

 

Der süddeutsche „Nebenkriegsschauplatz“ besaß dabei bestenfalls Nischencharakter. Insbesondere für das Königreich Württemberg aber war der Feldzug von 1866 der letzte, der aus eigener Souveränität geführt wurde. Die süddeutschen Kontingente im VII. und VIII. Korps des Bundesheeres standen dabei der preußischen Mainarmee gegenüber.

 

Die württembergische Division als Großverband im VIII. Bundeskorps stellte sich mit drei Brigaden bei Tauberbischofsheim am 24. Juli 1866 den preußischen Verbänden. Vor dem Hintergrund der Darstellung und Analyse der württembergischen Militärgeschichte von 1815 bis 1866 gilt es in der vorliegenden Studie die Frage zu klären, ob die württembergische Niederlage stellvertretend für das Versagen des Militärsystems des Deutschen Bundes steht.

Kathrin Orth und Eberhard Kliem, "Wir wurden wie blödsinnig vom Feind beschossen." Menschen und Schiffe in der Skagerrakschlacht 1916.

Kathrin Orth und Eberhard Kliem, "Wir wurden wie blödsinnig vom Feind beschossen." Menschen und Schiffe in der Skagerrakschlacht 1916.

 

ISBN 978-3-945861-34-9, Paperback, 248 Seiten, 19,80€ 

 

Am Nachmittag des 31. Mai 1916 trafen die britische Grand Fleet und die deutsche Hochseeflotte eher zufällig in dem Seegebiet vor dem Skagerrak aufeinander. Daraus entwickelte sich die größte Seeschlacht des Ersten Weltkrieges.

 

100 deutsche Einheiten kämpften mit großem Eifer und Enthusiasmus bis in den frühen Morgen des 1. Juni gegen 151 britische Schiffe und Boote. Die britischen Verluste an Personal und Material waren deutlich höher, sodass sich die Besatzungen der Einheiten der Hochseeflotte nicht ganz grundlos als Sieger fühlten. An der grundsätzlich ungünstigen seestrategischen Lage des Deutschen Reiches änderte dies jedoch nichts.

Der Verlauf der Schlacht ist an Hand der offiziellen Unterlagen intensiv erforscht, bewertet und kommentiert worden.

In diesem Buch kommen die Teilnehmer der Schlacht selbst zu Wort - ob Admiral oder einfacher Matrose. Briefe, Tagebuchaufzeichnungen, Berichte und Memoiren vermitteln die ganz individuellen Eindrücke und Emotionen, die die Männer der Hochseeflotte an Freunde, Familie und die interessierte Öffentlichkeit weitergaben.

 

Dabei hing der Blick des Einzelnen von der jeweiligen Gefechtstation ab - mal lag diese in der Tiefe des Maschinenraumes, mal auf der Kommandobrücke. Ein Artillerieoffizier im Geschützturm sah die Schlacht aus einer anderen Perspektive als der Marineassistenzarzt auf dem Verbandsplatz. Die hier wiedergegebenen Augenzeugenberichte ermöglichen einen neuen Blick auf ein für die persönlich Betroffenen epochales Ereignis. 

 

 

 

Ulrich C. Kleyser, Lazare Carnot. “Le Grand Carnot”. Ein Charakterbild.

Ulrich C. Kleyser: Lazare Carnot. "Le Grand Carnot". Ein Charakterbild, Carola Hartmann Miles-Verlag, Berlin 2016. 

 

ISBN 978-3-945861-22-6, 200 Seiten, 19,80 Euro.

 

Mitgestalter seiner Epoche, Begründer der „levée en masse“, hervorgeholt aus dem Mantel des historischen Vergessens.

Lazare Nicolas Marguerite Carnot, geboren am Sonntag, den 13. Mai 1753 im burgundischen Nolay, gestorben im Exil am 02. August 1823 in Magdeburg. Seine sterblichen Überreste wurden am 02. August 1889 in das Pantheon überführt, und somit gehört er zu den französischen „Unsterblichen“. Seine drei Hauptwirkungskreise als Soldat, Wissenschaftler und Politiker zeigen zahlreiche, teilweise divergierende, aber oft gleichzeitig ablaufende Persönlichkeitsbilder, die in der Studie untersucht werden. Eines aber durchzieht und vereint sie alle: Patriotismus, Verantwortungsbewusstsein, Pflichtgefühl, Humanität und Resilienz als grundlegende und nicht nur politische Werte – damals wie heute.

 

 

 

 

Ingo Pfeiffer, Seestreitkräfte der DDR. Abriss 1950-1990

Ingo Pfeiffer,Seestreitkrafte der DDR. Abriss 1950-1990, Berlin 2014, 256 Seiten.

ISBN 978-3-937885-85-8, 34,80€ (Hardcover, Gebundene Ausgabe)

ISBN 978-3-937885-71-1, 19,80€ (Paperback, Taschenbuchausgabe)

 

Die Geschichte der Seestreitkräfte der DDR widerspiegelt vom ersten bis letzten Tag die politische Verhältnisse in der DDR. Ebenso unterlagen der Aufbau und die Entwicklung der Marine (DDR) von Anbeginn dem Einfluss der Sowjetunion und ihrer militärpolitischen Interessen in Konfrontation mit den Seestreitkräften der NATO. Angehörige der Wasserschutzpolizei an der Ostseeküste und Grenzpolizei Nord in Mecklenburg Vorpommern und die Einstellung von kriegsgedienten Marinesoldaten bildeten den personellen Grundstock in den Anfängen des als Polizeikräfte getarnten Marineaufbaus in der DDR. Tausende Marinesoldaten leisteten in der Hauptverwaltung Seepolizei, der Volkspolizei-See, den Seestreitkräften und der Volksmarine in unterschiedlichen Verwendungen Marinedienst oder arbeiteten als Zivilbeschäftigte im Dienst der Flotte.

 

Mit beachtlichem persönlichen Engagement hielten sie unter komplizierten gesellschaftlichen Bedingungen die Marine am Laufen. Die geforderte hohe Gefechtsbereitschaft und Einhaltung des "Koeffizienten der Technischen Einsatzbereitschaft" brachte dabei viele Marinesoldaten an das Limit ihrer Einsatzbereitschaft. Marinesoldaten erlitten auf tragische Weise den Seemannstod, weil seemännische Normen des Dienstes an Bord ungenügende Beachtung fanden. Nicht Wenige sind unter den politischen Rahmenbedingungen gestrandet oder unterlagen der parteipoltischen Einflussnahme der SED. Sie wurden zum Teil fristlos und unehrenhaft aus der NVA entlassen oder in herabwürdigender Weise degradiert. Einigen gelang gar die Flucht in die Bundesrepublik.

 

Auf der Suche nach einer optimalen organisatorischen Struktur der Seestreitkräfte in Verbindung mit der Einführung neuer Seekriegsmitteln und Waffensysteme kam es besonders im Zeitraum 1955-1965 zu wechselnden Zuordnungen und Bezeichnungen von Flottenkräften und Marinedienststellen. Zu all dem ließe sich ein dickes Buch schreiben. Aus der in 2012 in der Zeitschrift des Deutschen Marinebundes LEINEN LOS laufenden Geschichtsserie zu den Seestreitkräften der DDR liefert dieses, im populärwissenschaftlichen Stil gehaltene Sachbuch einen zusammengefassten historischen Abriss. Beabsichtigt ist, dem maritim interessierten Leser einen Überblick zu 40 Jahren Marine der DDR zu vermitteln. Die abschließende Zeittafel beinhaltet eine Auswahl von Eckdaten sowohl zum Vorläufer maritimer Polizeikräfte als auch zur Herausbildung bis zur Auflösung der Seestreitkräfte der DDR.

 

Mit dem Buch möchte der Autor einen Beitrag leisten zur Förderung des maritimen Bewusstseins und des Selbstverständnisses zu den Seestreitkräften der DDR.

 

 

 

 

Peter Heinze, Berliner Militärgeschichten. Über Alliierte, NVA und Bundeswehr aus dem Kalten Krieg und danach

Peter Heinze, Berliner Militärgeschichten. Über Alliierte, NVA und Bundeswehr aus dem Kalten Krieg und danach, Berlin 2013, 356 Seiten.

ISBN 978-3-937885-69-8, 24,80€

Berliner Militärgeschichten
Berliner Militärgeschichten

Die Berliner Militärgeschichte ist mehrere hundert Jahre alt, die Geschichten in diesem Buch sind es nicht. Sie beginnen 1945, als die Trümmerhauptstadt von den alliierten Siegern „gevierteilt“ wurde und der Kalte Krieg zwischen Ost und West seinen Anfang nahm. Hüben die Westmächte, drüben ging aus dem Ost-Sektor die DDR-Hauptstadt hervor. Schon während der Luftbrücke 1948/49 wurden die USA, Großbritannien und Frankreich mit ihren gut 12 000 Soldaten zu Schutzmächten, stellten das auch bei den Bedrohungen 1958 und am 13. August 1961 unter Beweis.

Im Osten zogen der sowjetische Botschafter Unter den Linden und die Militärspitze mehrerer Land- und Luftarmeen im nahen Wünsdorf im Hintergrund die Fäden. Das Ziel aller Sticheleien und Übergriffe zu Lande und zu Wasser, gemeinsam mit der SED-Führung inszeniert: Die Rechte der Westmächte einzuschränken und West-Berlin in eine „entmilitarisierte freie Stadt“ auf DDR-Territorium umzuwandeln. Dafür war sogar ein „Tag X“ mit der schnellen Besetzung des freien Teils der Stadt durch die Sowjetarmee, NVA, Grenztruppen und Kampfgruppen geplant. Die Staatssicherheit, als Bürgerkriegsarmee mit einem Armeegeneral vorneweg gegen die eigene Bevölkerung aufgerüstet, sollte dann im „Operationsgebiet“ für Ruhe und Ordnung sorgen.

Doch mit dem Fall der Mauer 1989 und der Deutschen Einheit 1990 kam in Berlin auch militärisch alles anders: Nun wurde die gesamtdeutsche Bundeswehr zur Schutzmacht. Sie zeigt Flagge - so in der Julius-Leber-Kaserne oder am Bendlerblock. Und für etwa 9 000 Bürger in Uniform wurde Berlin zum Dienstort. Dem ostdeutschen Reporter Peter Heinze fällt dabei auf, dass die neuen Militärs – im Gegensatz zu all ihren deutschen Vorgängern – auf preußisches Tamtam wie Paraden und Stechschritt verzichten. Noch wichtiger für ihn: Von hier geht nun keine Kriegsgefahr für die Nachbarländer mehr aus.

 

 

 

 

Kai-Uwe von Hassel und seine Familie. Zwischen Ostsee und Ostafrika. Militär-biographisches Mosaik.

Dieter E. Kilian, Kai-Uwe von Hassel und seine Familie. Zwischen Ostsee und Ostafrika. Militär-biographisches Mosaik, Berlin 2013, 348 Seiten, zahlreiche Farb- und s/w-Bilder.

 

978-3-937885-63-6, 29,80 €

 

Kai-Uwe von Hassel - vor 100 Jahren geboren - wurde vor 50 Jahren dritter Verteidigungsminister der Bundesrepublik Deutschland und damit Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt über die Bundeswehr. In den fast vier Jahren seiner Amtszeit hat er eine Vielzahl wichtiger Reformen und Projekte umgesetzt oder zumindest eingeleitet, die in vielen Fällen bis heute gültig sind. Doch dieses Erbe ist weitgehend verschüttet und vergessen, weil sein Name trotz tadelloser und vorbildlicher persönlicher Haltung und sachkundiger Amtsführung bis heute mit Krisen in Verbindung gebracht wird, an deren Entstehen er keine Schuld trägt. Seine Familie war über 130 Jahre durch die wechselvolle deutsche Militärgeschichte geprägt. Ihr gelten diese biographischen Skizzen und Erinnerungen.

 

 

Ingo Pfeiffer, Gegner wider Willen

Ingo Pfeiffer, Gegner wider Willen. Konfrontation von Volksmarine und Bundesmarine auf See, Berlin 2012, 376 Seiten, zahlreiche Abbildungen.

 

ISBN 978-3-937885-57-5, 24,80€

 

Die Geschichte der Seestreitkräfte der DDR von 1950 bis 1990 ist verbunden mit 35 Jahren Konfrontation mit der Bundesmarine auf See. Trotz der gesellschaftlichen Unterschiede zwischen der DDR und BRD, ihrer konträren Bündniszugehörigkeit und militärischen Gegnerschaft verdeutlichen die Begegnungen von Fahrzeugen der Volksmarine und der Bundesmarine das verbindende Element von deutschen Marinesoldaten: Die See sowie das identische maritime Brauchtum und seemännische Gepflogenheiten. Trotz der Teilung Deutschlands dienten die Männer im blauen Tuch unter den Nationalfarben schwarz-rot-gold, jedoch mit unterschiedlichem Fahneneid und Symbolen.

 

Ereignisse belegen die Auswirkungen der Deutschlandpolitik in Berlin und Bonn nach dem 13. August 1961 auf das bilaterale Verhalten beider Marinen auf See und im seemännischen Umgang mit- oder gegeneinander. Diese Begegnungen waren geprägt von wechselseitigem Interesse und Neugier, seemännischem Können und Besonnenheit, aber auch von Übermut, Draufgängertum und provokativem Verhalten einiger Kommandanten. Mitunter spürte man eine offen zur Schau gestellte militärische Rivalität.

 

Die mit Unterstützung von Marinekameraden in „Ost und West“ recherchierten, bis 1990 teilweise verschwiegenen oder in Vergessenheit geratenen Zwischenfälle in den bilateralen Begegnungen auf Hoher See mit wechselseitigen Schuldzuweisungen im Stile des Kalten Krieges vermitteln eine Vorstellung über die Gefahren und möglichen Konflikte, die in diesen Begegnungen in Friedenszeit mitunter lagen.

Der historische Abriss zur Herausbildung und Entwicklung beider deutschen Seestreitkräfte von 1950 bis 1990 dient dem besseren Verständnis der Thematik. Thesen zur militärischen Konfrontation von Volksmarine und Bundesmarine sollen zur Diskussion anregen.

Blue Braun, Erinnerungen an die Marine 1956-1996

Blue Braun, Erinnerungen an die Marine 1956-1996, 468 Seiten, Paperback. 978-3-937885-47-6, 29,80€

 

 

Der Marineoffizier Dieter "Blue" Braun berichtet humorvoll über seine Erlebnisse und Begegnungen im Dienst der deutschen Marine in den Jahren 1956 bis 1996. Dabei hat er alle Ebenen vom Matrosen bis zum Admiral erlebt.

In seinen Schilderungen ruft er die Bundesmarine und den Anfang der Deutschen Marine mit ihren Menschen, mit ihren Stärken und Schwächen in unser Gedächtnis zurück. Er lässt uns teilhaben vom holprigen Beginn kurz vor dem Aufstand der Ungarn, über den kalten Krieg bis zu den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung.

Der besondere Stil und die Eigenarten der Marine stehen im Vordergrund; von strategischen Betrachtungen dagegen sieht der Autor ab.

 

 

Dieter E. Kilian, Adenauers vergessener Retter - Major Fritz Schliebusch

Major Fritz Schliebusch
Major Fritz Schliebusch

Adenauers vergessener Retter – Major Fritz Schliebusch

288 Seiten, Paperback, Berlin 2011.

 

978-3-937885-44-5, 24,80€

 

In seinen „Erinnerungen“ schreibt Konrad Adenauer, ein Luftwaffenmajor namens Schliebusch habe ihn mit Informationen versorgt und aus den Fängen der Geheimen Staatspolizei befreit. Doch obwohl dieser für die Hilfe mit seinem und dem seines Sohnes Leben bezahlte, sind deren Namen und ihre Tat in Vergessenheit geraten. Dass der spätere erste Regie-rungschef der Bundesrepublik Deutschland die Verfolgung im Drit-ten Reich überlebte und die Nachkriegsgeschichte Deutschlands und Europas entscheidend gestalten konnte, ist auch Schliebuschs Verdienst. Diese biographischen Skizzen sollen das Gedenken an ihn aufleben und bewahren helfen.

 

Dieter E. Kilian - Oberst a.D., Soldat von 1961 bis 2000; Panzertruppe, u. a. deutsche und pakistanische Generalstabsausbildung; Militärattaché in Pakistan und Saudi Arabien; NATO-Einsatz auf dem Balkan bei IFOR und SFOR; Autor der Bücher „Elite im Halbschatten" und „Politik & Militär in Deutschland“.

 

 

 

 

Reiner Pommerin (ed.), Clausewitz goes global. Carl von Clausewitz in the 21st Century, Berlin 2011

Carl von Clausewitz
Carl von Clausewitz

Reiner Pommerin (ed.), Clausewitz goes global. Carl von Clausewitz in the 21st Century. Commmenmorating the 50th Anniversary of the Clausewitz-Society, Berlin 2011, 382 pages, Hardcover.

 

ISBN: 978-3-9378-8541-4, 34,80€

This Festschrift commemorates the 50th anniversary of the foundation of the Clausewitz-Society in the Federal Republic of Germany of 1961. This volume follows the intentions of the Clausewitz-Society as described by one of its former presidents: “to view the current tasks of politics and strategy as reflected in the insights of Carl von Clausewitz and thus examine which of the principles and insights formulated by Clausewitz are still important today and are thus endowed with an enduring validity”. The board and the members of the Clausewitz-Society therefore supported the idea to examine how and when the works of Clausewitz have been interpreted in selected countries of our world; further, the goal here has been to analyze the role that Clausewitz’s thought still plays in these countries.

 

 

Reinhard Schneider, Neuste Nachrichten aus unseren Kolonien in Afrika. Pressemeldungen von den Aufständen in Deutsch-Ostafrika und Deutsch-Südwestafrika 1905-1906, Berlin 2010.

Die Schutztruppen und die Polizeikräfte in den deutschen Kolonien dienten, wie die heute im Ausland eingesetzten Schutztruppenkontingente der Bundeswehr und der Polizei, vor allem der inneren Befriedung der Länder, in denen sie stationiert waren.

Das Buch "Neuste Nachrichten aus unseren Kolonien in Afrika" ruft in Erinnerung, dass auch schon vor 120 Jahren junge deutsche Soldaten und Polizeibeamte auszogen, um die 'innere Sicherheit' zu exportieren. Für Deutschland waren 30 Jahre Kolonialzeit volkswirtschaftlich kein Geschäft. Dennoch taten die deutschen Soldaten und Polizisten, die in die Kolonien gingen, ihren Dienst dort mit der gleichen Überzeugung, Sinnvolles und Gutes in fremden Ländern zu tun, wie die Bundeswehrsoldaten und Bundespolizisten heute in Afghanistan, in Bosnien und in Afrika.

 

232 Seiten, 17x24 cm, viele s/w-Bilder, 24,80 €.

ISBN: 978-3-937885-33-9

 

 

Rüdiger Schönrade, General Joachim von Stülpnagel und die Politik, Berlin 2007

Zur Geschichte der Reichswehr und den Persönlichkeiten, die mit Aufbau und Führung der Reichswehr eng verbunden sind, liegen zahlreiche wissenschaftliche Biographien vor oder es existieren veröffentlichte Erinnerungen. Über General Joachim von Stülpnagel (1880 bis 1968), der als engster Mitarbeiter Seeckts bezeichnet wurde und der als Chef der Heeresleitung und als Reichswehrminister im Gespräch war, gibt es keine derartige wissenschaftliche Biographie. Das erstaunt umso mehr, als seine Denkschrift über den „Krieg der Zukunft" breiteste Beachtung fand.

Die hier vorliegende biographische Skizze stützt sich auf den unveröffentlichten Nachlass Joachim von Stülpnagels und wertet erstmals Zeitungsartikel aus, die Stülpnagel in der Berliner Börsen-Zeitung unter Pseudonym und damit frei von Rücksichtnahmen oder Zurückhaltung in den Jahren von 1924 bis 1932 veröffentlichte. Hieraus können Erkenntnisse zu Mentalität und Selbstverständnis eines kaiserlich geprägten Offiziers in der Reichswehr gewonnen werden, an dessen Person und Persönlichkeit das Verhältnis von militärischer und politischer Führung in der Weimarer Republik thematisiert werden kann.

Rüdiger Schönrade ist Berufsoffizier der Bundeswehr und Historiker. Sein besonderes Interesse gilt dem Verhältnis von militärischer zu politischer Führung in der Geschichte. Er lebt mit seiner Familie in Königswinter.

Titelbild

Joachim von Stülpnagel als Major i.G. bei der Obersten Heeresleitung OHL im September 1918 im Schloss Wilhelmshöhe