Dirk Freudenberg: Theorie des Irregulären - Erscheinungen und Abgrenzungen von Partisanen, Guerillas und Terroristen im Modernen Kleinkrieg sowie Entwicklungstendenzen der Reaktion,                (in 3 Bänden)

Dirk Freudenberg:

Theorie des Irregulären - Erscheinungen und Abgrenzungen von Partisanen, Guerillas und Terroristen im Modernen Kleinkrieg sowie Entwicklungstendenzen der Reaktion, (in 3 Bänden)

Berlin 2017, 3 Bände, Hardcover je 39,80 €

 

Band 1:  ISBN 978-3-945861-60-8 (420 Seiten), Preis 39,80€

Von der wissenschaftlichen Einordnung bis zur völkerrechtlichen Verortung der

Erscheinungen

 

Band 2:  ISBN 978-3-945861-61-5 (500 Seiten), Preis 39,80€

Von der Definitionsproblematik bis zu der Universalität der Methoden Irregulärer Kräfte

 

Band 3:  ISBN 978-3-945861-62-2 (468 Seiten), Preis 39,80€

Von der heutigen Bedeutung des Kleinkrieges bis zu den strategischen Fällen

 

 

Irreguläre Kräfte (Guerillas, Partisanen, Terroristen) sind in der Geschichte und Gegenwart häufig aufgetreten. Ihre Bezeichnungen und systematischen Einordnungen sind je nach Standpunkt des Betrachters unterschiedlich und wechseln häufig. Bestimmte Parallelen und Gleichartigkeiten in Struktur, Auftreten und Vorgehensweise sind bis heute immer wieder zu beobachten.

 

In der aktuellen und anhaltenden Diskussion um den „Transnationalen Terrorismus“ und die „asymmetrische Kriegführung“ geht es darum, deren Erscheinungen umfassend zu analysieren, Handlungsmuster zu erkennen und eigene ganzheitliche, ziel- und wirkungsorientierte Handlungsstrategien zu entwickeln. Nur so kann den Phänomenen erfolgreich entgegengetreten werden.

 

Dirk Freudenberg gibt einen Überblick über anwendungsbezogene Theorieansätze. Er untersucht die Auswirkungen und Einflüsse auf die regulären bewaffneten Strukturen, die Sicherheitsakteure insgesamt sowie ihre Wechselwirkungen und Reaktionen auf die Irregulären Kräfte im Kontext der aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen von Globalisierung und Transnationalität. Darüber hinaus leitet er aus historischen Fallbeispielen sowie aktuellen Konzepten für den Kampf gegen Irreguläre Kräfte Folgerungen für die strategische Analyse der Phänomene sowie einen handlungs- und erfolgsorientierten Umgang ab. 

 

 

 

Oliver Schmidt,  Deutsche Außenpolitik und die Zukunft der nuklearen Teilhabe in der NATO

Oliver Schmidt, Deutsche Außenpolitik und die Zukunft der nuklearen Teilhabe in der NATO, Berlin 2017.

 

ISBN 978-3-945861-55-4, 232 Seiten, Paperback, 19,80 Euro.

 

 

Im Rahmen der Neuformulierung des Strategischen Konzeptes der NATO 2010 wurde über die Zukunft der nuklearen Teilhabe in Europa diskutiert. Die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung bekannte sich frühzeitig zu dem Ziel, sämtliche in Deutschland und Europa verbliebenen US-Kernwaffen abzuziehen. Angestoßen durch die Prager Rede des US-Präsidenten über die Vision einer nuklearwaffenfreien Welt äußern sich die Außenminister der Staaten Deutschland, Belgien, Niederlande, Luxemburg und Norwegen in einem gemeinsamen Brief an den damaligen NATO-Generalsekretär positiv zu einer Diskussion über einen möglichen Abzug der in Europa verbliebenen Nuklearwaffen der USA.

 

Im Ergebnis hält aber sowohl das neue Strategische Konzept von 2010 als auch die Deterrence and Defence Posture Review der NATO von 2012 an der nuklearen Teilhabe fest. Damit ist bereits deutlich geworden, dass kein rascher Politikwechsel in Bezug auf die Stationierung von US-Kernwaffen in Europa zu erwarten war. Zu groß waren die Sorgen einiger Bündnismitglieder um Bündnissolidarität und Kohäsion, Lasten- und Gefahrenteilung sowie die Forderung nach Reziprozität in Fragen nuklearer Abrüstung mit Russland.

 

 

Wolfgang Peischel (Hrsg.): Wiener Strategie-Konferenz 2016 – Strategie neu denken

Wolfgang Peischel (Hrsg.): Wiener Strategie-Konferenz 2016 – Strategie neu denken, Berlin 2017.

 

ISBN 978-3-945861-53-0, 332 Seiten, 24,80 €

 

Bemerkung: Die Buchvorstellung findet in Wien am 27.04.2017 statt.

 

 

Mit der jährlich stattfindenden „Wiener Strategiekonferenz“ soll eine vom deutschen Sprachraum ausgehende, im Hinblick auf Vortragende und Teilnehmer aber hochrangig internationale Strategie-Entwicklungs- und Diskussionsplattform geschaffen werden.

 

Die Vorträge richten sich an Lehrer und Forscher in der militärischen sowie zivilen Führungsausbildung und an zur Entscheidung berufene Verantwortungs-träger aus Politik, Diplomatie, hoheitlicher Verwaltung, privatwirtschaftlicher Unternehmensführung, Sicherheitsexekutive sowie oberer militärischer Führung – also jene, welche für den jeweiligen Strategiebereich die Entscheidungen vorbereiten oder treffen, das heißt eben rechtzeitig den Zweck und die Ziele festzulegen und gleichzeitig für die Bereitstellung der Ressourcen zu sorgen haben.

 

Inhaltlich geht es nicht um „militärstrategische“ Erkenntnisse, sondern um, aus der Militärwissenschaft und der militärischen Führungslehre abstrahierte Grundprinzipien allgemein-gesamtstrategischen Denkens.

 

Bei Lesern und Leserinnen sollen Bereitschaft und Verständnis des Wesens und der Funktion von Strategie geweckt oder weiter vertieft werden, um im Hinblick auf eine doch deutlich verbesserungswürdige strategische Handlungsbreite und -vielfalt des zusammengeschlossenen Europas und der einzelnen nationalen Interessen für die Herausforderungen der Zukunft rechtzeitig sinnvolle und langfristig wirksame Lösungen zu finden.

 

 

Alessandro Rappazzo: Vorsprung durch Leadership. Modernes Leadership in der Armee

Alessandro Rappazzo: Vorsprung durch Leadership. Modernes Leadership in der Armee, Berlin 2017.

 

ISBN 978-3-945861-49-3, Paperback, 188 Seiten, 22,80€

 

 

Das Buch setzt sich mit dem aktuellen und zukünftigen Leadership auseinander. In dessen Mittelpunkt steht der Mensch und die Frage nach dem Warum.

Der Autor zeigt innovative Ansätze und moderne Methoden auf, damit jungeFührungskräfte von heute erfolgreiche Leader von morgen werden.

 

Das Buch behandelt folgende sechs Thesen:

  1. Zur Erreichung einer höheren Leistungsfähigkeit ist eine nachhaltige Sinnvermittlung zwingend.
  2. Die Leistungsfähigkeit profitiert von der militärisch-zivilen Vereinbarkeit.
  3. Verständnis der Menschen-Generation ist ein Erfolgsfaktor zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft.
  4. Die Technologisierung der Gesellschaft hat Konsequenzen auf das Leadership.
  5. Das Beherrschen der VUCA-Welt ist eine unverzichtbare Fähigkeit des Leaderships in der Zukunft.
  6. Die Auftragstaktik hat seine Berechtigung in einer komplexen und modernen Gesellschaft.

Der Autor kombiniert eine fundierte Literatur mit aktuellem Forschungs-hintergrund und seiner persönlichen Führungserfahrung. Damit will er den Führungskräften Verbesserungsmöglichkeiten im zivilen und militärischen Leadership aufzuzeigen.

 

 

 

Dirk Freudenberg, Counterinsurgency

Dirk Freudenberg, Counterinsurgency. Aufstandsbekämpfung als Phase zur Überwindung schwacher Staatlichkeit und zur Etablierung des Aufbaus einer stabilen Nachkriegsordnung, Berlin 2016.

 

ISBN 978-3-945861-24-0, 144 Seiten, 16,80 €

 

 

Das Thema „Counterinsurgency“ ist mit dem militärischen Engagement des Westens nach dem 11. September 2001 und insbesondere auch in Deutschland mit dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan sowohl in die öffentliche aber auch in die wissenschaftliche Diskussion gekommen. Allerdings verknüpft der Diskurs mit dem Thema vornehmlich den Einsatz der Streitkräfte und betrachtet im Schwerpunkt die militärische Wirkdimension und ihre Folgen. Dabei wird oftmals übersehen, dass Streitkräfte nur die Rahmenbedingungen für ein sicheres Umfeld schaffen können, in dem sich Staatlichkeit entwickeln kann.

Das vorliegende Buch nimmt die Diskussion auf und untersucht vor dem Hintergrund des Afghanistaneinsatzes bestimmende Aspekte auf der Grundlage der einschlägigen Konzepte und Doktrinen in ihrem Gesamtkontext und stellt sie in einen Bezug zu den entsprechenden wissenschaftlichen Debatten. Hierbei wird deutlich, das im bevölkerungszentrierten Konzept des US-Field-Manuel 3-24 zur Aufstandsbekämpfung dem Ansatz der Vernetzten Sicherheit bzw. dem Comprehensive Approach eine wesentliche Bedeutung zukommt und für den Erfolg wie auch das Scheitern von Einsätzen der militärische Beitrag als subsidiär einzuordnen ist. Entscheidend ist vielmehr der politische Wille zur Ressort- und Ebenen-übergreifenden Zusammenarbeit auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene. 

 

 

Jéronimo L. S. Barbin, Imperialkriegführung im 21. Jahrhundert   Von Algier nach Bagdad. Die kolonialen Ursprünge der COIN-Doktrin      

Jéronimo L. S. Barbin, Imperialkriegführung im 21. Jahrhundert. Von Algier nach Bagdad. Die kolonialen Ursprünge der COIN-Doktrin.

 

ISBN 978-3-945861-11-0,  Paperback, 256 Seiten, 19,80€

 

Der algerische Unabhängigkeitskrieg war mit bis zu einer halben Million Toten einer der blutigsten Dekolonialisierungskriege des 20. Jahrhunderts. Geführt wurde er von der französischen Armee anhand einer Aufstandsbekämpfungs-doktrin, welche das zu Frankreich gehörige Algerien vor einer Vereinnahmung des Internationalen Kommunismus bewahren sollte. Zur Erreichung dieses Ziels war den französischen Militärs jedes Mittel recht - von Maßnahmen zur Bevölkerungskontrolle über psychologische Kriegführung bis hin zu mehreren Putschversuchen.

 

50 Jahre nach Ende des Algerienkrieges inspirierten sich die US-Streitkräfte von dieser Kriegführung, um die aus den Fugen geratene Sicherheitslage im Irak zu stabilisieren. Dieses Buch untersucht die US-amerikanische Aufstandsbe-kämpfungs-Doktrin COIN in historisch und sozialwissenschaftlich vergleichender Perspektive mit der französischen Doktrin des revolutionären Krieges der 1950er Jahre - zwei Doktrinen zur zwangsweisen Reintegration peripherer Gebiete in das westlich geprägte Weltsystem.

 

 

Rainer Buske, KUNDUZ. Ein Erlebnisbericht über einen militärischen Einsatz der Bundeswehr in AFGHANISTAN im Jahre 2008, Berlin 2015

Rainer Buske, KUNDUZ. Ein Erlebnisbericht über einen militärischen Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan im Jahre 2008.

 

ISBN 978-3-937885-79-7, Paperback,  224 Seiten, 19,80€

(als Hardcover mit Schutzumschlag und Lesezeichen: 34,80€)

 

Insgesamt neun Monate des Jahres 2008 führte Oberst Rainer Buske das Provincial Reconstruction Team KUNDUZ in Afghanistan. Die Einsatzzeit hatte Folgen für ihn und für seine Soldaten. Zwei seiner Männer, die unter seinem Kommando dienten, kehrten nicht lebend zurück. Viele andere wurden an Leib und Seele verletzt oder verstümmelt.

 

Dieses Buch ist ein Erlebnisbericht über einen Auslandseinsatz der Bundeswehr. Es schildert authentisch, was tatsächlich in 2008 in KUNDUZ geschah. Der Autor, damals seit bereits 34 Jahren Berufssoldat, gibt seine ganz persönlichen Eindrücke wieder. Die Lebensbedingungen in Afghanistan, die Einsatzvor-bereitung als auch die Eigentümlichkeiten des Einsatzes werden  genauso offen angesprochen wie der Umgang mit Tod und Verwundung, der Umgang mit Medien und politischen Repräsentanten bis hin zu Anforderungen an militärische Vorgesetzte in einem derart sensiblen Umfeld, wie es KUNDUZ nun einmal war. Die Sinnhaftigkeit des Einsatzes wird kritisch hinterfragt bis hin zur für Oberst Rainer Buske entscheidenden Frage: Hat es sich gelohnt? Sind die beiden Soldaten, die am 20. Oktober 2008 bei KUNDUZ fielen, gar umsonst gestorben? Der Leser erhält einen Einblick in Einsatzrealitäten, wie sie bisher in den Medien so noch nie veröffentlicht wurden.

 

Oberst a.D. Rainer Buske trat im Januar 1974 seinen Dienst als Panzergrenadier in der Bundeswehr an. Er war Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 401 in Hagenow und stellvertretender Kommandeur der Panzerbrigade 21 in Augustdorf. In seiner letzten Verwendung bekleidete er den Dienstposten des Chefs des Stabes des Ausbildungszentrums in Munster. Oberst a.D. Rainer Buske lebt mit seiner Ehefrau Martina in Hamburg. Im Miles-Verlag erschien ebenfalls sein Buch "Mein Vater. Vom Vorbild zum Despoten. Eine innere Abkehr".

 

 

 

Angelika Dörfler-Dierken/Robert Kramer: Innere Führung in Zahlen. Streitkräftebefragung 2013, Berlin 2014

 

Angelika Dörfler-Dierken/Robert Kramer: Innere Führung inZahlen. Streitkräftebefragung 2013, Berlin 2014.

 

ISBN 978-3-937885-94-0, 16,80€

 

Angelika Dörfler-Dierken und Robert Kramer haben Bekanntheit, Akzeptanz und Umsetzung der Inneren Führung in der Bundeswehr untersucht. Auf der Basis der Streitkräftebefragung 2013 haben die Autoren die erste empirisch-quantitative Analyse zur Inneren Führung vorgelegt. Die Untersuchung bietet neue Perspektiven für die Wahrnehmung der in der Zentralen Dienstvorschrift zur Inneren Führung festgeschriebenen Grundsätze und Normen. Sie regt in vielfältiger Weise zu Austausch und Diskussion über die Umsetzung der Inneren Führung und zu deren Weiterentwicklung an.

 

 

 

 

Arjan Kozica, Kai Prüter und Hannes Wendroth (Hrsg.): Unternehmen Bundeswehr? Theorie und Praxis (militärischer) Führung

Arjan Kozica, Kai Prüter und Hannes Wendroth (Hrsg.): Unternehmen Bundeswehr? Theorie und Praxis (militärischer) Führung, Berlin 2014.

 

ISBN 978-3-937885-97-1, 24,80€

 

„Wo, wenn nicht bei der Bundeswehr, kann man Führung lernen?“ lautet eine typische Erwartungshaltung, die Führungskräfte aus Verwaltung und Wirtschaft respektvoll formulieren. Einfache Rezepte für gutes Führen gibt es jedoch auch in der Bundeswehr nicht. Historische Konzeptionen wie die Innere Führung geben nur bedingt Hinweise darauf, wie konkrete Führungsherausforderungen gelöst werden können. Wie also sieht eine moderne (militärische) Führung des 21. Jahrhunderts aus, die geeignet ist, aktuelle Herausforderungen wie beispielsweise das Erfordernis der Bundeswehrgemeinsamkeit (zivil und militärisch) im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr zu bewältigen? Ziel des vorliegenden Bandes ist es, diese Frage kritisch zu beleuchten. In den Beiträgen diskutieren die Autorinnen und Autoren Möglichkeiten einer effektiven, effizienten und zugleich zeitgemäßen Führung in der Bundeswehr. Die theoretisch und praktisch orientierten Beiträge greifen dabei eine Vielzahl an Themen auf: das Wesen militärischer Führung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Führung im Gefecht, emotional intelligente Führung, Veränderungsmanagement, sowie den Zusammenhang zwischen Führung in der Bundeswehr und der Wirtschaft.

 

 

 

Wolf Graf v. Baudissin: Grundwert: Frieden in Politik – Strategie – Führung von Streitkräften, herausgegeben und eingeleitet von Claus von Rosen

Wolf Graf v. Baudissin: Grundwert: Frieden in Politik – Strategie – Führung von Streitkräften, herausgegeben von Claus von Rosen, Berlin 2014.

 

ISBN 978-3-937885-73-5, 636 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag und Lesestreifen, 49,80 Euro

 

Wolf Graf von Baudissin ist einer der Väter der Bundeswehr. Seine Führungsphilosophie der Inneren Führung und das Leitbild vom Staatsbürger in Uniform bestimmen noch heute ganz wesentlich das Selbstverständnis der Soldaten und Soldatinnen. Der Politologe Wilfried von Bredow bezeichnet die Innere Führung zurecht als "eine der innovativsten und kreativsten politischen Neuerungen der Bundesrepublik Deutschland, in ihrer Bedeutung durchaus vergleichbar der wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft.“ Gleichwohl ist die Innere Führung immer umstritten gewesen. Und auch heute wird ihre Relevanz für die Bundeswehr als Armee im Einsatz kontrovers diskutiert. Zugleich läuft diese Diskussion Gefahr, das Ethische-

Politische-Strategische des Bildes vom Militär im nuklearen wie technotronischen Zeitalter und der „Neuen Kriege“ aus dem Blick zu verlieren.

Baudissins Leben und Werk scheint in zwei deutlich voneinander getrennte, gar widersprüchliche Abschnitte aufgeteilt zu sein: Die Zeit als Soldat in drei Armeen sowie die Zeit als Friedensforscher. Diese Aufteilung trifft aber weder den Lebenskern noch den Gehalt vom Werk des Grafen. Schon in der der Gefangenschaft entdeckte er den „Frieden“ als das alles beherrschende Thema der Politik. Eine künftige Friedensordnung sei nur möglich durch gemeinsamen Souveränitätsverzicht der Staaten und durch „Frieden eines jeden Menschen mit sich selbst“.

Darauf gründen sich Baudissins Gedanken sowohl zur Inneren Führung der Bundeswehr, als auch zur NATO-Strategie der "flexible response" sowie zur Europäischen Sicherheits- und Friedenspolitik. Sein Plädoyer für einen „Grundwert Frieden“ bleibt daher auch für die Zukunft höchst relevant. Das macht den Blick in Baudissins hinterlassenes Gesamtwerk heute so lohnend.

Dieser Band enthält Veröffentlichungen von Baudissin aus den Jahren 1951 bis 1990 mit einem ausführlichen Sachregister, einen tabellarischen Lebenslauf nach neusten Forschungsergebnissen sowie die Bibliographie von Baudissins Veröffentlichungen 1950 bis 1981.

 

 

Wolf Graf von Baudissin Der Widerstand „… um nie wieder in die ausweglose Lage zu geraten…“ Ansprachen – Reden – An- und Bemerkungen aus Anlass des 20. Juli 1944, herausgegeben und eingeleitet von Claus von Rosen

Wolf Graf v. Baudissin: Der Widerstand. „Um nie wieder in die ausweglose Situation zu geraten…“, herausgegeben und eingeleitet von Claus von Rosen, Berlin 2014.

 

ISBN 978-3-937885-89-6, 184 Seiten, Taschenbuch, 16,80 Euro

 

 

Seit 2008 begeht die Bundeswehr den 20. Juli, den Gedenktag zum Deutschen Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime, mit einer öffentlichen Zeremonie zu Vereidigung und Gelöbnis von jungen Soldaten und Soldatinnen in Berlin. Regelmäßig versuchen oppositionelle Kräfte, gegen diese Veranstaltung anzugehen. Damit scheint der „Widerstand“ nach langem Ringen zwischen dessen kategorischer Ablehnung und beispielgebender Normsetzung für den gesellschaftlichen Neuanfang nach 1945 nun auf vielfältige Weise mitten in der Gesellschaft angekommen zu sein: Zwischen Erinnerungskultur der Bundeswehr und Demonstration von Protest als Mittel der Politik in einer Demokratie.

Widerstand ist keine militärische Frage. Baudissin verstand den 20. Juli 1944 als ein Symbol für den gesamten Widerstand. Dass das Attentat auf Hitler als Fanal für den Aufstand der Gewissen in den Händen des Militärs liegen musste, war nur Ausdruck der besonderen Umstände jener Zeit. Dass das Attentat und mit ihm der Widerstand insgesamt gescheitert war, machte gerade dessen Bedeutung für eine neue Zukunft aus.

Im Widerstand hatten sich Kräfte aus allen Bereichen und „Lagern“ der Gesellschaft zusammengefunden. In dieser Einheit im Pluralismus konnten grundlegende Werte von Freiheit und Recht, Frieden und Sozialismus wieder freigelegt werden, die vom NAZI-System zerstört und verschüttet worden waren. Auf ihnen ist das Grundgesetz aufbaut. Damit konnte und sollte Widerstand für die entstehende Demokratie in Deutschland sinn-, normen- und zielgebend, d.h. auch traditionsbildend werden. Baudissin erlebte aber, dass dies weder in der Gesellschaft noch in der Bundeswehr auf fruchtbaren Boden fiel. Das erklärt seinen immer dringender werdenden Appell in den vorliegenden Reden und Schriften an alle Bildungseinrichtungen, besonders im Bereich der Erwachsenen- und der Politischen Bildung.

 

Das Titelbild zeigt die Bronzestatue "20. Juli 1944" von Richard Scheibe, die im Ehrenhof des Bendlerblocks in Berlin-Tiergarten steht. Die Statue wurde am 20. Juli 1953 durch Berlins Regierenden Bürgermeister Ernst Reuter enthüllt. Auf der Inschrift des Sockels steht: „Ihr trugt die Schande nicht, Ihr wehrtet Euch, Ihr gabt das große ewig wache Zeichen der Umkehr, opfernd Euer heißes Leben für Freiheit, Recht und Ehre“.

 

 

Torsten Konopka, Afrikanische Wehrsysteme und ihre Entwicklung zwischen 1990/91 und 2011, Berlin 2014

Torsten Konopka, Afrikanische Wehrsysteme und ihre Entwicklung zwischen 1990/91 und 2011, Berlin 2014, Paperback, 204 Seiten, zahlreiche s/w Abb.

 

978-3-937885-84-1, 19,80 €.

 

Für die deutsche Sicherheitspolitik gewinnt der afrikanische Kontinent in letzter Zeit erheblich an Bedeutung. Dabei geht es aus deutscher Sicht zumeist um die Ausbildung lokaler Streitkräfte. Afrikanische Armeen sollen in die Lage versetzt werden, afrikanische Krisen selbst zu lösen.

 

Hierbei stellt sich die Frage, mit welcher Art von Streitkräften die Bundeswehr in diesen Einsätzen kooperiert: Sind es kleine, professionelle Freiwilligenarmeen, wie sie mittlerweile in Europa den Standard bilden? Haben die afrikanischen Streitkräfte nach 1990/91 gar eine ähnliche Transformation erfahren wie die europäischen, die Wehrpflicht ausgesetzt, die Freiwilligenrekrutierung eingeführt sowie die Personalstärke kontinuierlich reduziert?

 

Die eurozentristische Militärsoziologie, die zwar die Entwicklung der (west-)europäischen und nordamerikanischen Streitkräfte ausführlich bearbeitet, gibt bislang kaum Antworten auf diese Fragen, obwohl sie grundlegend für eine partnerschaftliche Kooperation auf Augenhöhe sind. Der vorliegende Band möchte hier einen ersten Ansatz zur Übertragbarkeit der militärsoziologischen Annahmen auf den afrikanischen Kontinent liefern.

 

Torsten Konopka studierte „Geschichte“ und „Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“ (PWG) in Bochum sowie „Military Studies“ in Potsdam. Er verbrachte mehrere Monate in Simbabwe und reiste durch das südliche Afrika.

 

Angelika Dörfler-Dierken, Führung in der Bundeswehr. Soldatisches Selbstverständnis und Führungskultur nach der ZDv 10/1 Innere Führung. Mit einem Geleitwort des Evangelischen Militärbischofs Martin Dutzmann

Angelika Dörfler-Dierken, Führung in der Bundeswehr. Soldatisches Selbstverständnis und FÜhrungskultur nach der ZDv 10/1 Innere Führung. Mit einem Geleitwort des Evangelischen Militärbischofs Martin Dutzmann, Berlin 2013, 224 Seiten.

 

ISBN 978-3-937885-66-7, 19,80€

 

 

Das Thema Führung ist für das Selbstverständnis der Bundeswehr von großer Bedeutung. Die vorliegende Studie prüft, ob das in der ZDv 10/1 Innere Führung. Selbstverständnis und Führungskultur der Bundeswehr (2008) normativ gesetzte Führungsverständnis vor dem Hintergrund der bundeswehreigenen Tradition konsistent und mit dem in anderen gesellschaftlichen Bereichen üblichen Führungsverständnis kompatibel ist. Brisanz kommt der Fragestellung einerseits wegen des vielfach beschriebenen, alle Bereiche der Gesellschaft erfassenden und insbesondere bei der jüngeren Generation zu beobachtenden Wertewandels zu, andererseits wegen der zum Teil heftigen publizistischen Attacken gegen die Innere Führung. Auslandseinsätze auf fernen Kontinenten und die Freiwilligkeit der Selbstverpflichtung zum Soldaten stellen Bundeswehr, Politik und Gesellschaft vor die Frage: Wie viel Innere Führung brauchen wir (noch)?

 

Zum Verfasser: Angelika Dörfler-Dierken ist als Wissenschaftliche Direktorin am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr zuständig für Ethische Fundamente und Evaluation der Inneren Führung. Sie ist apl. Professorin am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg.

 

Holger Müller, Clausewitz' Verständnis von Strategie im Spiegel der Spieltheorie

Holger Müller. Clausewitz' Verständnis von Strategie im Spiegel der Spieltheorie, Berlin 2012, Paperback, 444 Seiten, zahlreiche s/w Abb.

 

ISBN 978-3-937885-62-9, 29,80 €

 

Die Spieltheorie ist ein noch relativ junger, gleichwohl bereits fest etablierter Wissen-schaftszweig im Feld einer mathematisch orientierten Entschei-dungslehre. Obwohl ihre Erkenntnisse ursprünglich auf die Beschreibung und Erklärung wirtschaftlicher Vorgän-ge zielten, fanden die Denkmodelle sehr rasch auch Anwendung im politischen und mili-tär-strategischen Bereich. Die Entwicklung und Implementierung der Nuklearstrategie der „Flexible Response“ beruht ebenso auf spieltheoretischen Kalkülen wie die Rüstungskontroll- und Abrüstungsvereinbarungen.

 

Clausewitz’ umfassendes Werk, mit dem Buch „Vom Kriege“ als dessen Opus magnum, ist überaus reich an Gedanken zur Strategie. Dabei legt der Militärtheoretiker jedoch großen Wert auf die Feststellung, kein Lehrgebäude im Sinne eines Regelwerks, son-dern vielmehr eine Denkschule vorstellen zu wollen. Dieses Verständnis kleidet sich in sein Motto „Nicht was wir gedacht haben halten wir für ein Verdienst um die Theorie, sondern die Art wie wir es gedacht haben.“ Clausewitz’ Anliegen ist es also, den strate-gischen Geist zu schulen, indem er das grundsätzliche Wesen des Krieges beschreibt und die Analyseinstrumente aufzeigt, die in einer konkreten strategischen Situation stets aufs Neue geprüft und gegeneinander abgewogen werden müssen.

 

Vor diesem Hintergrund soll im vorliegenden Buch der Frage nachgegangen werden, ob ein spieltheoretisch basiertes Strategiekalkül geeignet ist, Clausewitz’ Überlegungen zu untermauern, und ob mithin die Spieltheorie in den Werkzeugkasten seiner Analysein-strumente aufgenommen werden sollte.

 

 

 

Eberhard Birk / Winfried Heinemann / Sven Lange (Hrsg.)

Tradition für die Bundeswehr

Neue Aspekte einer alten Debatte

Tradition für die Bundeswehr
Tradition für die Bundeswehr

Eberhard Birk / Winfried Heinemann / Sven Lange (Hrsg.),

Tradition für die Bundeswehr. Neue Aspekte einer alten Debatte,

Berlin 2012, Paperback, 252 Seiten.

 

ISBN 978-3-937885-60-5, Preis 24,80€

 

 

Die Bundeswehr lebt seit 30 Jahren mit unveränderten Traditionsrichtlinien - trotz Wiedervereinigung, Aussetzung der Wehrpflicht, der Öffnung der Streitkräfte für Frauen und Auslandseinsätzen. Den Streit um das Traditionsverständnis und die Traditionspflege der Streitkräfte hat diese bemerkenswerte Langlebigkeit des „Traditionserlasses“ jedoch nicht beruhigen können. Er ist älter als die Bundeswehr selbst.

Bundesminister der Verteidigung Thomas de Maizière hat eine neue Diskussion über die Tradition der Bundeswehr angestoßen. Wie verändern die neuen Aufgaben der Streitkräfte ihr Verständnis von Tradition? Was sind die tragfähigen historischen Wurzeln für eine Armee im Einsatz? Und welche eigene Tradition hat die Bundeswehr in den über 50 Jahren ihres Bestehens entwickeln können?

Der Sammelband beleuchtet die alte Streitfrage nach der Tradition der Bundeswehr anhand aktueller Fragestellungen. Er zeigt Rahmenbedingungen und Aspekte für eine Neufassung des Traditionserlasses auf und bietet mögliche Ansätze dazu. In Zeiten der Neuausrichtung der Bundeswehr gewährt er eine wichtige Standortbestimmung bei der unverändert aktuellen Suche nach dem gültigen geistigen Erbe unserer Soldaten.

Die Bundeswehr lebt seit 30 Jahren mit unveränderten Traditionsrichtlinien - trotz Wiedervereinigung, Aussetzung der Wehrpflicht, der Öffnung der Streitkräfte für Frauen und Auslandseinsätzen. Den Streit um das Traditionsverständnis und die Traditionspflege der Streitkräfte hat diese bemerkenswerte Langlebigkeit des „Traditionserlasses“ jedoch nicht beruhigen können. Er ist älter als die Bundeswehr selbst.

Bundesminister der Verteidigung Thomas de Maizière hat eine neue Diskussion über die Tradition der Bundeswehr angestoßen. Wie verändern die neuen Aufgaben der Streitkräfte ihr Verständnis von Tradition? Was sind die tragfähigen historischen Wurzeln für eine Armee im Einsatz? Und welche eigene Tradition hat die Bundeswehr in den über 50 Jahren ihres Bestehens entwickeln können?

Der Sammelband beleuchtet die alte Streitfrage nach der Tradition der Bundeswehr anhand aktueller Fragestellungen. Er zeigt Rahmenbedingungen und Aspekte für eine Neufassung des Traditionserlasses auf und bietet mögliche Ansätze dazu. In Zeiten der Neuausrichtung der Bundeswehr gewährt er eine wichtige Standortbestimmung bei der unverändert aktuellen Suche nach dem gültigen geistigen Erbe unserer Soldaten.

 

 

 

Jochen Wittmann, Auftragstaktik

Auftragstaktik
Auftragstaktik

Jochen Wittmann, Auftragstaktik - Just a command technique or the core pillar of mastering the military operational art?

Berlin 2012, 108 Seiten, Paperback.

 

ISBN 978-3-937885-58-2, Preis 14,80€

 

 

Auftragstaktik grants commanders at all levels a maximum of freedom of action. The other services also command and control on this bases. In the armed forces of Germany’s allies, the beginnings of Auftragstaktik are recognizable. Many allied armed forces have tried to introduce Auftragstaktik based on the German experience and adopted it to their specific military cultures. Misinterpretation and misunderstanding, however, very often accompanied this attempt and process, and the intent to use Auftragstaktik very often degenerated to a lip service.

 

Lieutenant Colonel Wittmann identifies a broad variety of definitions of Auftragstaktik in his literature analysis. Since Auftragstaktik lacks from theoretical foundation, he tries to ground it theoretically in an interesting and convincing manner.

 

His work has, undoubtedly, extraordinary relevance to the present and future dimensions of leadership in the multinational structured armed forces of today, but also in areas outside of the military sphere. Christian E.O. MillotatMajor General (Ret) German Army

 

 

 

Hans-Joachim Reeb, Sicherheitskultur als kommunikative und pädagogische Herausforderung

Sicherheitskultur als kommunikative und pädagogische Herausforderung, 264 Seiten, Hardcover, Berlin 2011.

 

ISBN 978-3-937885-43-8, 29,80€

 

 

Sicherheit ist unter verschiedenen Sachzusammenhängen und Diskussi-onskontexten heute in aller Munde. Der Blick auf eine beliebige Politiksei-te einer Tageszeitung an einem beliebigen Tag lässt nicht nur über die Anzahl des Begriffs Sicherheit, sondern auch über die Vielfalt seiner thematischen Verwendung staunen.

In dieser Studie stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie gehen Politik, Medien und Gesellschaft in si-cherheitspolitischen Fragen miteinander um? Wer ist der Gewinner, wer ist der Verlierer in diesem Dreiecksverhältnis? Und welche Voraussetzungen müssen vorliegen, damit Angelegenheiten der Sicherheit fair behandelt werden?

Die interdisziplinär konzipierte Analyse macht die Defizite in der deutschen Sicherheitskultur sichtbar. Eine sichere und gerechtere Welt setzt Öffentlichkeit voraus. Notwendig ist eine Pädagogik zur Sicherheit.

Reeb, Hans-Joachim, Lehrbeauftragter an der Helmut-Schmidt-Universität/ Universität der Bundeswehr Hamburg

 

 

 

Hans-Christian Beck / Christian Singer (Hrsg.), Entscheiden - Führen - Verantworten, Berlin 2011

Entscheiden - Führen - Verantworten
Entscheiden - Führen - Verantworten

Hans-Christian Beck / Christian Singer (Hrsg.)

Entscheiden – Führen – Verantworten. Soldatsein im 21. Jahrhundert. 292 Seiten, paperback, Berlin 2011.

 

ISBN 978-3-937885-42-1, zahlreiche Farb- und s/w-Bilder, 19,80€

  

Das Umfeld des „Staatsbürgers in Uniform“ hat sich im Lauf der Jahrzehnte seit Gründung der Bundeswehr verändert. Die Einsätze bestimmen derzeit ganz wesentlich den Dienst der Soldatinnen und Soldaten. Damit muss sich auch die Führungskultur der Bundeswehr anpassen und dem Soldatsein im 21. Jahrhundert Rechnung tragen. Dieser Wandel macht es erforderlich, die Konzeption der Inneren Führung vom Einsatz her zu denken und zu gestalten. Dazu soll dieses Buch seinen Teil beitragen.

Neben einer kurzen historischen Betrachtung und der Darstellung der aktuellen Situation der Inneren Führung in der Bundeswehr werden von verschiedenen Autoren die Anforderungen an eine Führungsphilosophie für die Bundeswehr im 21. Jahrhundert herausgestellt. Der Schwerpunkt des Buches wurde jedoch auf die Innere Führung in der militärischen Praxis gelegt. Die Autoren dieses Kapitels schildern ihre Einsatzerfahrungen in beeindruckender Weise, welche vielfach die Grundlagen und Grundsätze, die Ziele und Anforderungen sowie die Verhaltensnormen der Konzeption der Inneren Führung in der praktischen Anwendung widerspiegeln. Das Buch zeigt, dass „Entscheiden – Führen – Verantworten“ als Grundlage für den Soldatenberuf auch im 21. Jahrhundert zwar komplexer wird, dennoch muss eine zeitgemäße Konzeption der Inneren Führung nach wie vor das Fundament für das soldatische Selbstverständnis bilden.

 

Dieses Buch wurde initiiert und ermöglicht durch den "Freundeskreis Zentrum Innere Führung e. V." (FrKrZInFü e. V.) und enthält ein Vorwort des Bundesministers der Verteidigung.

 

 

 

Dieter E. Kilian, Politik und Militär in Deutschland, Berlin 2011

Kilian, Politik und Militär
Kilian, Politik und Militär

Kilian, Dieter E., Politik und Militär in Deutschland. Die Bundespräsidenten und Bundeskanzler und ihre Beziehung zu Soldatentum und Bundeswehr, Berlin 2011.

 

ISBN 978-3-937885-36-0, 628 Seiten, zahlreiche Farb- und S/W-Bilder, 44,80€

 

Acht Millionen Wehrpflichtige, die seit 1955 ihren Wehrdienst leisteten, vermochten die Verankerung der Bundeswehr in der Gesellschaft genau so wenig zu fördern wie politische Sonntagsreden. Bundespräsidenten und Bundeskanzler haben die Armee zwar auf vielfältige Weise gestaltet und sich stärker um sie bemüht, als es ihre vom Grundgesetz auferlegte schmale Rolle vorzeichnet. Doch zu einer Trendwende, einem unverkrampften Umgang mit dem Militär, hat dies nicht geführt. Deutschland ist geistig entmilitarisiert. Der Soldat entschwindet immer mehr aus dem öffentlichen Bewusstsein. Und die Bundeswehr wird auch nach dem Ende der Wehrpflicht kaum mehr als ein taktisches Instrument politischen Profilierungseifers bleiben.  

 

Dieter E. Kilian - Oberst a.D. Soldat von 1961 bis 2000; Panzertruppe, danach u. a. deutsche und pakistanische Generalstabsausbildung; BMVg; Militär-attaché in Pakistan, letzter Kommandeur der Heimatschutzbrigade 55 in Böblingen; Higher Command & Staff Course der britischen Armee; Militärattaché in Saudi Arabien (sowie in Bahrain, Qatar, VAE, Oman und Jemen); NATO-Einsatz auf dem Balkan bei IFOR und SFOR.

 

 

 

Peter Heinze, Bundeswehr "erobert" Deutschlands Osten. Ein ostdeutscher Reporter im Einsatz, Berlin 2010

Peter Heinze, Bundeswehr "erobert" Deutschlands Osten. Ein ostdeutscher Reporter im Einsatz, Berlin 2010, 292 Seiten, Paperback, 22x15,5 cm, über 30 s/w- und Farbabbildungen, Berlin 2010.

 

ISBN 978-3-937885-32-2, Preis 19,80€

 

 

Ein ostdeutscher Journalist erlebt die Bundeswehr und staunt: Jeder zweite Offizier diente als Rekrut. Am Wochenende sind die Kasernen leer. Beim Essen sieht er keine „Klassenunterschiede“. Das war doch in der NVA anders: Alu-Essbesteck für Wehrpflichtige; in allen Einheiten 85 Prozent Anwesenheit sonnabends und sonntags; null Bock, nach der Wehrpflicht länger zu dienen.

 

Nach dem Kalten Krieg und dem Ende der DDR samt ihrer Armee dienen die neuen Kameraden im Nato-Oliv. Mot. Schützen werden Infanteristen, in der Öffentlichkeit geachtete Bürger in Uniform. In der Truppe herrscht ein neuer Geist.

 

Beschrieben werden die Anfänge gesamtdeutscher Bundeswehr-Geschichte. Die neuen Strukturen für Heer, Luftwaffe und Marine gehören nun auch zum militärischen „Experimentierfeld Ost“. Abrüstung im früheren Heerlager Deutschland vervollständigt die „Neugeburt“ der Streitkräfte. Der Abzug der russischen Truppen mit Bundeswehr-Hilfe beendet die größte Militärbewegung im Nachkriegs-Europa.

 

Und ganz wichtig für den Reporter: Überall trifft er auf Achtung und Respekt vor seiner Arbeit. Die frühere Gängelei und Geheimniskrämerei ist vorbei.

 

 

 

 

Ingo Werners, Fahren, Funken, Feuern. Hinweise für die Einsatzvorbereitung, Berlin 2010

Fahren, Funken, Feuern
Fahren, Funken, Feuern

Ingo Werners, Fahren, Funken, Feuern. Hinweise auf die Einsatzvorbereitung, Berlin 2010, 168 Seiten, paperback, über 30 Farbabbildungen.

 

ISBN 978-3-937885-31-5, 19,80€

 

Seitdem sich deutsche Einsatzkräfte in Auslandseinsätzen befinden, hat es in deren Vorbereitungen deutliche Veränderungen gegeben. Gleichwohl finden Interessierte auf dem Büchermarkt kaum Hinweise für die Einsatzvorbereitung, die dem aktuellen Geschehen Rechnung tragen. Das vorliegende Buch beabsichtigt, diese Lücke zu schließen. Es beschäftigt sich mit der Grundlagenausbildung und wendet sich an Soldaten, Polizisten oder Reservisten, die selber ausbilden oder sich auf den Einsatz vorbereiten. Dabei spannt der Autor in knapper Form den Bogen vom Einsatz der persönlichen Handwaffe über das Verhalten der Gruppe während einer Patrouille bis zur Reaktion des Zuges, der in einen Hinterhalt geraten ist. Prinzipskizzen verdeutlichen und erklären dabei die vermittelten Grundsätze. Damit wird nach langer Zeit wieder ein Buch vorgelegt, das dem militärisch interessierten Leser einen Einstieg in das aktuelle Aufgabenspektrum liefert und die Entwicklungen der vergangenen Jahre berücksichtigt.

 

 

 

 

Artur Schwitalla, Afghanistan, jetzt weiß ich erst... Gedanken aus meiner Zeit als Kommandeur des Provincial Reconstruction Team FEYZABAD

Afghanistan, jetzt weiß ich erst...
Afghanistan, jetzt weiß ich erst...

Artur Schwitalla, Afghanistan, jetzt weiß ich erst... Berlin 2010, 262 Seiten, über 50 Farbbilder, Paperback.

 

ISBN 978-3-937885-21-6, 24,80 €

 

 

Oberst Artur Schwitalla war für über sieben Monate als Kommandeur eines Provincial Reconstruction Team im hohen Norden von Afghanistan eingesetzt. Diesen einmaligen Auftrag hat er nun in seinem neuen Buch „Afghanistan, jetzt weiß ich erst..." zusammengefasst.
In seinem spannenden Erlebnisbericht schildert er die Lebensbedingungen in der ärmsten Provinz Afghanistans und die sich daraus ergebenden Arbeits- und Lebensbedingungen für unsere deutschen Soldaten. Er setzt sich mit den für uns teilweise unverständlichen Handlungsweisen der Bevölkerung auseinander, die sich aus Clanstrukturen, fundamentalem religiösen Glauben oder einfach auch nur aus nacktem Überlebenskampf ergeben. Außerdem gestattet er uns einen tiefen Einblick in seine eigene Gedanken- und Gemütswelt. Ein faszinierendes Werk, bei dem man erst aufhören kann zu lesen, wenn man die letzte Seite erreicht hat.

 

 

 

Brinkmann, Sacha, Hoppe, Joachim (Hrsg.), Generation Einsatz. Fallschirmjäger berichten über ihre Erfahrungen aus Afghanistan

Generation Einsatz
Generation Einsatz

Sascha Brinkmann, Joachim Hoppe (Hg.), Generation Einsatz, 252 Seiten, über 50 Farbbilder, Paperback.

 

ISBN 978-3-937885-25-4, 24,80 € 

 

Als erste Soldaten der Bundeswehr betraten sie im Januar 2002 afghanischen Boden. Sie trafen dort auf ein von Talibanherrschaft und Bürgerkrieg zerstörtes Land und seine leidenden Menschen. Sie wurden als westliche Helfer bejubelt und später als vermeintliche Besatzer beschossen und verwundet. Unterwegs auf tagelangen Patrouillen in entfernten Gebirgsregionen, als Scharfschützen, Diensthundeführer, Sanitäter oder als Verantwortliche im Feldlager - in diesem Buch berichten Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 313 von ihren persönlichen Erlebnissen aus sieben Jahren Einsatz am Hindukusch.

 

 

 

Uwe Hartmann (ed.), Connecting NATO. NCSA under the leadership of Lieutenant General Ulrich H. Wolf, Berlin 2009

Uwe Hartman (ed.), Connecting NATO. NCSA under the Leadership of Lieutenant General Ulrich H. Wolf, Berlin 2009, 200 pages.

 

ISBN 978-3-937885-24-7, hardcover,46 coloured pictures, 29,80€

 

 

"Connecting NATO!" This motto sums up the main task of the NATO Communication and Information Systems Services Agency (NCSA), its mission being to connect NATO headquarters and installations all over the world with telephone lines, computer networks and video teleconferences.
NCSA is a rather "young" organization. It was only established in August 2004. Since then, NCSA has proved on many occasions that it is capable of quickly meeting NATO's information and communication requirements, e.g. for ISAF in Afghanistan and for the NATO Response Force.
This book shows how NCSA has become NATO's catalyst for efficient IT services, and how Lieutenant General Ulrich Wolf, Director NCSA from August 2004 until April 2009, has formed the spirit of NCSA's people.
The articles of this book are written by members of NCSA's Headquarters and its subordinated commands. They cover subjects as NCSA's contribution to NATO's operations, NCSA's reorganisation efforts, NCSA as NATO's first line in Cyber Defense, its service-driven can-do-mentality, the cooperation with trade and industry, its new Strategic Framework, and its personnel.

 

Uwe Hartmann, M.A., Ph.D., is Staff Officer with General Staff education on the German Armed Forces.

 

 

 

Kay Kuhlen, Um des lieben Friedens willen. Als Peacekeeper im Kosovo, Eschede 2009

Kay Kuhlen, Um des lieben Friedens willen.
Als Peacekeeper im Kosovo, Eschede 2009, 252 Seiten, 15 Farbbilder, Paperback.

 

ISBN 978-3-937885-23-0, 16,80 €

 

 

Nehmen Sie sich die Zeit, einen Blick hinter die Kulissen der Bühne internationaler Konfliktverhütungspolitik zu werfen. Begleiten Sie den Autor in das Kosovo und erleben Sie den Alltag der Menschen in einer Welt voller Elend, Zukunftsangst und organisierter Kriminalität!

Die Erzählung aus dem Leben in einem multinationalen NATO Hauptquartier steht dabei in jähem Kontrast zu den beständigen Nachrichten über Gewalt und Tod in dieser Krisen geschüttelten Region am Rande Europas.

Kay Kuhlen, Oberstleutnant i.G., ist 1987 den Streitkräften beigetreten. Er ist Referent für Strategische Angelegenheiten im militärischen Hauptquartier der NATO in Belgien.

 

 

 

Uwe Hartmann, Innere Führung. Erfolge und Defizite der Führungsphilosophie für die Bundeswehr, Berlin 2007

Innere Führung. Erfolge und Defizite der Führungsphilosophie für die Bundeswehr
Innere Führung. Erfolge und Defizite der Führungsphilosophie für die Bundeswehr

Uwe Hartmann, Innere Führung. Erfolge und Defizite der Führungs-philosophie für die Bundeswehr, Berlin 2007, 280 Seiten, 11 Farbbilder.

 

Paperback, ISBN 978-3-937885-08-7, 19,80 €,

Hardcover, ISBN 978-3-937885-14-8, 29,80 €.

 

 

Der Autor hält in seinem neuesten Buch ein großes Plädoyer für die gestiegene Relevanz der Inneren Führung in einem völlig veränderten sicherheits-politischen Umfeld. Er wendet sich an diejenigen, die Innere Führung verschmähen, aber auch an diejenigen, die ihr distanziert oder desinteressiert gegenüber stehen.

Hartmanns Buch ist darüber hinaus eine Streitschrift. Innere Führung bedeutet für ihn, Partei für den Soldaten zu ergreifen und kritisch danach zu fragen, ob die Bundeswehr, aber auch Politik und Gesellschaft den richtigen Rahmen schaffen, in dem der Soldat seine schwierigen Aufgaben im Einsatz erfüllen kann. Besonderes Augenmerk legt der Autor auf die drohende Entkopplung von Gesellschaft und Streitkräften. Diese hätte enorme negative Folgewirkungen: für die demokratische Kultur in Deutschland, für die Bündnissolidarität und für die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr.


Mutig geht Hartmann auch auf solche Themen ein, die in der Vergangenheit heftige Kontroversen ausgelöst haben wie z.B. das Traditionsverständnis oder die Bedeutung von Erziehung in den Streitkräften. Sein Buch wendet sich an alle Vorgesetzten in der Bundeswehr, aber auch an die Politik und letztlich an jeden Bürger, zu dessen staatsbürgerlichem Selbstverständnis auch das engagierte Interesse an den Streitkräften gehören sollte.

 

Uwe Hartmann, Dr. phil., ist Offizier im Generalstabsdienst der Bundeswehr.

 

 

 

Dietrich Ungerer, Militärische Lagen, Berlin 2007

Dietrich Ungerer,Militärische Lagen. Analysen - Bedrohungen - Herausforderungen Berlin (Miles-Verlag) 2007.

 

ISBN 978- 3-937885-12-4 144 Seiten, 25 Abb., € 14,80

 

In seinem 2003 erschienenen Buch "Der militärische Einsatz" stellt Dietrich Ungerer die Anforderungen und Belastungen dar, mit denen militärische Führer und ihre Soldaten in den Einsätzen konfrontiert werden. Aus den neuesten Erkenntnissen der Psychologie, insbesondere der modernen Stressforschung, leitet der Autor wertvolle Hinweise für individuelle Bewältigungsstrategien, für stressresistentes Führungsverhalten und für die einsatzvorbereitende Ausbildung ab.

In seinem neuesten Buch über "Militärische Lagen" geht Ungerer einen weiteren Schritt. Anhand vieler Lagebeispiele zeigt er auf, dass bewaffnete Auseinandersetzungen sich heute nicht mehr mit den vertrauten Denkmustern aus der Zeit der Ost-West-Konfrontation verstehen lassen. Militärische Führer müssen weitaus stärker als in der Vergangenheit dazu befähigt sein, den psychologischen und kulturellen Hintergrund militärischer Lagen angemessen zu berücksichtigen. Eine zentrale These dieses Buches lautet: "Sage mir, welches Menschenbild Du hast, und ich sage Dir, wie Du führst und kämpfst." Erneut zieht Ungerer aus seinen Analysen konkrete Folgerungen für die Verbesserung von Führung und Ausbildung. Dieses Buch ist unverzichtbar für Führungskräfte im Militär, aber auch in Polizei und in privaten Sicherheitsfirmen.

Dietrich Ungerer ist Sicherheitswissenschaftler. Er begleitet Streitkräfte und Polizei schon seit 30 Jahren in der Aus- und Fortbildung sowie im Einsatz. In seinen Veröffentlichungen stehen Untersuchungen zum Einsatz- und Kampfverhalten sowie zur Verbesserung von Krisenmanagement und Ausbildung im Vordergrund.

 

Dietrich Ungerer ist Sozialwissenschaftler. Er begleitet Streitkräfte und Polizei schon seit über 25 Jahren in der Aus- und Fortbildung, aber auch im Einsatz. In seinen Veröffentlichungen stehen Untersuchungen zum Kampf- und Einsatzverhalten sowie zur Verbesserung von Krisenmanagement und Ausbildung im Vordergrund.

 

 

 

Rüdiger Schönrade, General Joachim von Stülpnagel und die Politik, Berlin 2007

Rüdiger Schönrade, General Joachim von Stülpnagel und die Politik. Eine biographische Skizze zum Verhältnis von militärischer und politischer Führung in der Weimarer Republik, 164 Seiten, zahlreiche s/w-Bilder, Hardcover mit Leseband.

ISBN 978-3-937885-11-7, 24,80 Euro 

 

Zur Geschichte der Reichswehr und den Persönlichkeiten, die mit Aufbau und Führung der Reichswehr eng verbunden sind, liegen zahlreiche wissenschaftliche Biographien vor oder es existieren veröffentlichte Erinnerungen. Über General Joachim von Stülpnagel (1880 bis 1968), der als engster Mitarbeiter Seeckts bezeichnet wurde und der als Chef der Heeresleitung und als Reichswehrminister im Gespräch war, gibt es keine derartige wissenschaftliche Biographie. Das erstaunt umso mehr, als seine Denkschrift über den „Krieg der Zukunft" breiteste Beachtung fand.
Die hier vorliegende biographische Skizze stützt sich auf den unveröffentlichten Nachlass Joachim von Stülpnagels und wertet erstmals Zeitungsartikel aus, die Stülpnagel in der Berliner Börsen-Zeitung unter Pseudonym und damit frei von Rücksichtnahmen oder Zurückhaltung in den Jahren von 1924 bis 1932 veröffentlichte. Hieraus können Erkenntnisse zu Mentalität und Selbstverständnis eines kaiserlich geprägten Offiziers in der Reichswehr gewonnen werden, an dessen Person und Persönlichkeit das Verhältnis von militärischer und politischer Führung in der Weimarer Republik thematisiert werden kann.


Rüdiger Schönrade ist Berufsoffizier der Bundeswehr und Historiker. Sein besonderes Interesse gilt dem Verhältnis von militärischer zu politischer Führung in der Geschichte. Er lebt mit seiner Familie in Königswinter.


Titelbild
Joachim von Stülpnagel als Major i.G. bei der Obersten Heeresleitung OHL im September 1918 im Schloss Wilhelmshöhe

 

 

 

Klaus Brust, Ausverkauf der Exekutive?, Berlin 2007

Klaus M. Brust, Söldner - Ausverkauf der Exekutive, Berlin 2007,
268 Seiten, Paperback 17x22 cm.

ISBN 978-3-937885-08-7, 29,80 €

 

Outsourcing von Gewalt ist ein weltweites Phänomen. Der internationale Markt der 'privaten Sicherheit' wird auf jährlich 100-200 Mrd. Dollar geschätzt. Die neuen 'Private Military Companies' (PMC) nennen sich 'Sicherheitsdienst' oder 'Militär-Consulting'. Ihre Angestellten sind zum großen Teil Ex-Militärs. Sie trainieren Soldaten, bedienen Radarstationen oder stehen als Söldner an den Fronten unerklärter Kriege. Die Zahl und die Bedeutung privater Militärfirmen wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen.

Im Gegensatz zu den „Dogs of War“ der nachkolonialen Zeit treten PMCs als Unternehmer auf, die weltweit „Sicherheit“ verkaufen und ihre Dienste sogar den Vereinten Nationen anbieten. Dadurch könnte eine zentrale Funktion des Staates, nämlich das Gewaltmonopol, unterhöhlt werden. Im Kern geht es um die Frage, wer die legitime Ausführung und Kontrolle der Gewalt hat und haben sollte. Klaus M. Brust, Dr. phil., ist Offizier im Generalstabsdienst der Bundeswehr.

 

 

 

Christian Walther, Im Auftrag für Freiheit und Frieden. Versuch einer Ethik für Soldaten der Bundeswehr

Christian Walther, Im Auftrag für Freiheit und Frieden, Berlin 2006.

ISBN 3-937885-05-6, 124 Seiten, 2 sw, 12 farbige Abbildungen,

€ 12,80

 

Diese Studie ist ein Versuch. Mit ihr verbindet sich die Absicht, eine Diskussion über Fragen anzuregen, die im Problemfeld: Soldat und Ethik beheimatet sind. Zugleich soll damit auch eine Leerstelle in der geistigen Orientierung des Soldaten ausgefüllt werden.

Weil dem Soldaten eine Sonderstellung in der deutschen Nachkriegsgeschichte verwehrt wurde, unterblieb auch eine solche Diskussion. In anderen Armeen, die der NATO angehören, ist das anders. Dort gibt es eine Tradition der „Military Ethics“. Sich daran anzuschließen und damit eine Leerstelle zu füllen, ist das erklärte Ziel dieser Arbeit.

Bei der Abfassung dieses Buches hat sich der Autor von einer Reihe von Fragen leiten lassen: Von welchem Soldaten sprechen wir heute? Welches sind die Sinn gebenden Ziele seiner Existenz? Wie ist die Struktur des soldatischen Ethos beschaffen? Welche Sinnperspektiven eröffnet eine Beschäftigung mit der Tradition?

 

Prof. Dr. Christian Walther ist emeritierter Lehrstuhlinhaber für Evangelische Theologie an der Universität der Bundeswehr in Hamburg.

 

 

 

Hans-Günter Fröhling, Innere Führung und Multinationalität, Münster 2005

Günter Fröhling, Innere Führung und Multinationalität, Münster 2006.

ISBN 3-937885-04-8, 192 Seiten, € 24,80 

 

Die Bundeswehr beteiligt sich zunehmend an multinationalen Auslandseinsätzen. Darüber hinaus sind deutsche Streitkräfte in bi- und multinationale Stäbe und Verbände wie z.B. der Deutsch-Französischen Brigade, dem Deutsch-Niederländischen Korps und dem Multinationalen Korps Nordost eingebunden.

 

Der Autor stellt die vielfältigen Beteiligungen der Bundeswehr an diesen Stäben und Verbänden dar und untersucht die Führungskonzeption der deutschen Streitkräfte - die Innere Führung - im Blick auf ihre Leistungsfähigkeit für die multinationale Zusammenarbeit.

 

Dr. Fröhling ist Lehrstabsoffizier am Zentrum Innere Führung in Koblenz.

 

 

 

Silvio Gödickmeier, Martin Schlossmacher, Soldatenfamilien im Einsatz, Münster 2006

Silvio Gödickmeier / Martin Schloßmacher, Soldatenfamilien im Einsatz, Münster 2006.

ISBN 3-937885-02-01, 280 Seiten, € 29,80 

 

Tausende deutsche Soldaten sind 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr rund um den Globus im Einsatz.

Sie helfen auf dem Balkan, unterstützen den Demokratisierungsprozess in Afghanistan und kämpfen an vielen Orten gegen den internationalen Terrorismus. Doch die Männer und Frauen sind nicht nur Soldaten, sie sind auch Väter und Mütter, Ehemänner und Ehefrauen, Freunde und Freundinnen, Söhne und Töchter und hinterlassen in der Heimat Partner, Kinder, Familien, Freunde, Bekannte und Verwandte.

Einsätze der Bundeswehr sind ein Mittel der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Diese Studie zeigt, was diese Einsätze für die "Daheimgebliebenen" bedeuten, wie nachhaltig die Belastungen und die Veränderungen sind. Sie zeigt deren Umgang mit den Veränderungen und macht Hoffnung, dass darin auch Chancen liegen können.

Für alle Soldaten und vor allem für diejenigen, die von Zeit zu Zeit zu den betroffenen "Daheimgebliebenen" gehören, ist diese Studie von besonderem Interesse. Aber auch diejenigen, die sich nicht nur mit den Meldungen und Informationen aus den Medien zufrieden geben, sondern hinter die Dinge schauen wollen, werden diese Studie mit Gewinn lesen.

 

 

 

 

Jens Bargmann, Ethik in der Offizierausbildung, Münster 2004

Jens Bargmann, Ethik in der Offizierausbildung, Münster 2004, 296 Seiten, 17 teils farbige Abb.

ISBN 3-937885-00-5, € 29,80 

 

Seit der Wende von 1989/1990 hat sich das Gesicht der Welt nachhaltig verändert. Die Einheit Deutschlands und die Erweiterung des Auftrages der Bundeswehr haben fundamentale Folgen für die Organisation der Streitkräfte sowie für ihre einzelnen Angehörigen.

Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie der global zu beobachtende Wandel sich auf den Ebenen Gesellschaft, Organisation und Individuum ausgewirkt hat und immer noch auswirkt. Im Rahmen eines internationalen Vergleiches (Deutschland und die USA) wird untersucht, wie Streitkräfte, insbesondere an ihren Ausbildungsstätten für Offiziere, den gewachsenen Anforderungen des Berufes im Hinblick auf berufsethische Implikationen gerecht werden. Dies geschieht durch eine Analyse der jeweiligen Programme an der Marineschule Mürwik und der U.S. Naval Academy.

Am Schluß der Arbeit werden sich aus dem Vergleich ergebende Möglichkeiten für wechselseitiges Lernen aufgezeigt.

 

Jens Bargmann, Dr. phil., Dipl.-Päd., war Offizier der Bundeswehr und dient nach dem Studium der Theologie gegenwärtig als Vikar in einer lutherischen Kirchengemeinde in Maryland/USA.

 

 

 

Dietrich Ungerer, Der militärische Einsatz, Potsdam 2003

Dietrich Ungerer, Der militärische Einsatz. Bedrohung - Führung - Ausbildung, Potsdam 2003.

ISBN 3-8330-0437-1, 228 Seiten, 23 Abb., € 14,80

 

Im Mittelpunkt des Buches stehen Anforderungen und Belastungen, mit denen militärische Führer und ihre Soldaten in militärischen Einsätzen konfrontiert werden. Mit ungewöhnlicher Klarheit geht der Autor in seinen Analysen immer wieder auf die Kernfrage ein: Welche Fähigkeiten benötigen Führer und Geführte, um in den modernen militärischen Einsätzen bestehen zu können? Für seine Antworten nutzt der Autor neueste Erkenntnisse der Psychologie, insbesondere der modernen Streßforschung. Dabei bleibt der Autor allerdings nicht stehen. In diesem Buch geht es vor allem um praktische Hilfe für Soldaten und ihre Vorgesetzten. Es gibt wertvolle Hinweise für individuelle Bewältigungsstrategien, für streßresistentes Führungsverhalten sowie für die Gestaltung der einsatzvorbereitenden Ausbildung.


Dietrich Ungerer ist Sozialwissenschaftler. Er begleitet Streitkräfte und Polizei schon seit über 25 Jahren in der Aus- und Fortbildung, aber auch im Einsatz. In seinen Veröffentlichungen stehen Untersuchungen zum Kampf- und Einsatzverhalten sowie zur Verbesserung von Krisenmanagement und Ausbildung im Vordergrund.